Stolze 72 rauchende Köpfe (plus 30 aus der hiesigen Grundschule „Am Rhäden“) beherbergte am 21.03.2019 das Obersuhler Bürgerhaus… Ach ja… und 5, die darauf achteten, dass alles in geordneten Bahnen ablief. Ordnung – etwas, dass für einen Nichtnaturwissenschaftler eng mit der hohen Kunst der Mathematik verknüpft ist. Doch die Kids, die sich bewusst für die Teilnahme am diesjährigen Känguruwettbewerb entschieden haben, zeigten sich vorbildlich - bereit, ihr logisches mathematisches Denken unter Beweis zu stellen. Der Känguru Wettbewerb, auch wenn der Name eher vermuten lässt, dass er sich an die jüngere Schülerschaft richtet, wird von allen Jahrgangsstufen gleichermaßen positiv angenommen. Selbst Neunt- und Zehntklässler nahmen an den Tischen Platz, genauso aufgeregt und motiviert wie ihre Fünftklässler-Kompagnons. Dass das Konzept von Känguru erfolgreich ist, zeigen die großen Teilnehmerzahlen. Mehr als 6 Millionen Jungen und Mädchen aus 80 Ländern stammend, nehmen in den Jahrgangsgruppen 3/4 bis zu den ganz Großen 11-13 teil. 2018 blickte Deutschland auf 911.000 Mathebegeisterte, verglichen mit 184 einsamen Rechenkünstlern 1995. Während des Wettbewerbes sind die Mathecracks vor 24 Multiple-Choice-Aufgaben gestellt, die in einem Zeitfenster von 75 Minuten gelöst werden müssen. Wahrscheinlich ist das Geheimnis des Erfolges teilweise in der Darstellung der Mathematik zu finden. Dass es sich hierbei nicht nur um formales Anwenden von Rechenoperationen handelt, zeigt sich in der Aufgabenwahl. Logisches Denkvermögen und Spaß am Knobeln ist hier weit notwendiger als das Wissen über Prozentrechnung und Stochastik. Häufig kristallisieren sich nach Auswertung des Materials wahre Mathegenies heraus, die als solche noch nie im Matheunterricht in Erscheinung getreten sind. Und diese freuen sich sicher schon jetzt wieder auf den nächsten dritten Donnerstag im März, wenn es heißt: Känguru 2020!

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